Channeling beim Espresso erkennen und beheben.
Woran du es erkennst
Im Geschmack: sauer und bitter zugleich, oft dünn Im Durchlauf: schneller als sonst, bei gleicher Menge und gleichem Mahlgrad Am Anfang: sehr helle, fast durchsichtige Flüssigkeit Mit bodenlosem Siebträger: Dünne Strahlen spritzen zur Seite, eine Stelle wird früher hell Im Puck danach: ein Loch von oben bis zum Siebboden
Was am meisten hilft, der Reihe nach
Mit WDT verteilen: dünne Nadeln, langsam, ohne zu stochern Gerade tampen, nicht fester Trockenes Sieb, sanft einspannen Die Menge, für die das Sieb gemacht ist: wieg sie jedes Mal ab Channelt es weiter? Ein Präzisionssieb, erst danach die Mühle
Warum das passiert
So bereitest du den Puck vor
- 1
Sieb trocken wischen
Spül den Siebträger nach dem letzten Shot aus und wisch das Sieb trocken. Feuchte Stellen im Sieb begünstigen Kanäle.
- 2
Kaffee wiegen
Nimm die Menge, für die dein Sieb gemacht ist, und wieg sie jedes Mal ab. Ist das Sieb zu voll, drückt die Dusche beim Einspannen in den Puck, und er reißt. Ist es zu leer, steht Wasser über dem Puck und sucht sich die schwächste Stelle.
- 3
Mit WDT verteilen
Rühr das Kaffeemehl mit dünnen Nadeln, 0,3 bis 0,5 mm, langsam durch, bis keine Klumpen mehr da sind und es gleichmäßig im Sieb liegt. Nicht stochern: Wer zu fest gräbt, macht genau die Kanäle, die er vermeiden will.
- 4
Gerade tampen
Setz den Tamper gerade auf und drück gleichmäßig. Gerade ist wichtiger als fest. Klopf danach nicht mit dem Tamper an den Siebträger: Die Erschütterung reißt den Puck am Rand auf.
- 5
Sanft einspannen
Spann den Siebträger ruhig ein, ohne ihn gegen die Brühgruppe zu schlagen, und starte den Bezug gleich.
- 6
Shot und Puck ansehen
Läuft der Shot am Anfang sehr hell und schnell, oder hat der Puck danach ein Loch von oben bis zum Siebboden, hat er gechannelt. Ändere dann zuerst die Vorbereitung, nicht den Mahlgrad.